Teil 1: Hiermit bewerbe ich mich
Der Sommer ist da und du stehst kurz vor dem Abschluss deiner Umschulung, Ausbildung oder Weiterbildung und bist schon mitten im Bewerbungsstress? Sehr gut.
Aber wenn du jetzt einfach nur die typischen Standardanschreiben verschickst und auf gut Glück hoffst, bist du nur einer von vielen. Um dich von der Masse abzuheben, brauchst du ein bisschen Mut, Individualität und das gewisse Etwas.
Warum sollen sie dich nehmen?
Vorlagen aus dem Netz als Inspiration zu nutzen ist okay, denn sie können dir grob beim Aufbau helfen. Auch die gängigen KI-Systeme liefern dir schnell einen soliden Bewerbungstext, aber denk immer daran: andere Jobsuchende haben dieselbe Idee.
Also kopiere nie die Phrasen aus Musterbewerbungen und mach aus KI-Texten immer etwas eigenes. Auch Standard-Floskeln wie “Hiermit bewerbe ich mich…” oder „Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen…“ kann keiner mehr sehen. Dass du dich bewirbst, ist offensichtlich und dass du dich für diesen Job interessierst, ebenso.
Schreib lieber etwas über dich: Was kannst du? Was macht dich aus? Was hast du in deiner Umschulung oder Ausbildung gelernt, das dir für den Job einen echten Vorteil verschafft? Habe den Mut zur eigenen Note, damit du auffällst. Erzähle in zwei Sätzen, was du richtig gut kannst und warum genau dieses Unternehmen davon profitieren kann – authentisch und ohne unnötiges Blabla.
Zeig, was du hast
Jede noch so kleine Weiterbildung oder zusätzliche Kenntnisse, die du während deiner Umschulung, Ausbildung oder auch privat erworben hast, sind Gold wert und bringen dir vielleicht den entscheidenden Vorteil. Aber nur, wenn sie zum Job passen. Den Nähkurs von vor 3 Jahren darfst du also gerne verschweigen, wenn du dich als Pflegefachkraft, Medizinische Fachangestellte oder als Kaufmann für Büromanagement bewirbst.
Schmücke deine Skills ruhig etwas aus und schreib z.B. nicht nur „Teilnahme an Excel-Kurs“, sondern „Erweiterte Kenntnisse in Tabellenkalkulation und Datenanalyse durch XY-Kurs“. Zeig, was du kannst und was das für den neuen Job bringt.
Gehe ungewöhnliche Wege
Die meisten hocken sich noch immer stur vor die großen Jobbörsen. Dort Stellenanzeigen zu schalten ist sehr teuer und gerade kleinere Unternehmen nutzen oft Nischen-Jobbörsen, Fachforen und Social-Media-Gruppen, in denen sie ihre Angebote ausschreiben. Nutze diese Kanäle ebenso, wie Stepstone, Jobscout & Co.
Frag auch bei Lehrkräften, Praxisträgern, Mitauszubildenden oder Bekannten nach, ob es Kontakte zu Firmen gibt. Vitamin B schadet nie.
Fazit
Dein Bewerbungserfolg hängt nicht davon ab, wie viele und umfangreiche Bewerbungen du schickst, sondern wie clever und persönlich du dich präsentierst. Nutze Weiterbildungen, bring echte Persönlichkeit hinein, nutze die richtigen Jobbörsen und sei aktiv auf digitalen Plattformen. Mit deiner Umschulung, Ausbildung oder Weiterbildung hast du jede Menge Stoff erhalten, mit dem du punkten kannst. Mach was draus.
Wenn du magst, helfen wir dir dabei.
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